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	<title>freimark.de &#187; mobile</title>
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	<description>Konzeption und User Experience Design</description>
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		<title>Mobile</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 22:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationskanal]]></category>
		<category><![CDATA[mobile]]></category>

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		<description><![CDATA[Kampagnen, Informationsangebote, Anwendungen und Gesch&#228;ftsprozesse spielen nicht nur bei Websites eine Rolle, sondern auch unterwegs. Das iPhone ist ein Hit, aber es ist l&#228;ngst noch nicht so weit verbreitet, dass man andere mobile Plattformen oder &#228;ltere Ger&#228;te ignorieren k&#246;nnte &#8211; und dabei gibt es ein paar Punkte zu beachten.


Andere Nutzerbed&#252;rfnisse
Der wichtigste Unterschied zum Web ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="abstract">Kampagnen, Informationsangebote, Anwendungen und Gesch&auml;ftsprozesse spielen nicht nur bei Websites eine Rolle, sondern auch unterwegs. Das iPhone ist ein Hit, aber es ist l&auml;ngst noch nicht so weit verbreitet, dass man andere mobile Plattformen oder &auml;ltere Ger&auml;te ignorieren k&ouml;nnte &ndash; und dabei gibt es ein paar Punkte zu beachten.</p>

<span id="more-37"></span>
<h3>Andere Nutzerbed&uuml;rfnisse</h3>
<p class="first">Der wichtigste Unterschied zum Web ist, dass Nutzer unterwegs andere Informationen und Werkzeuge ben&ouml;tigen als zu Hause oder im B&uuml;ro. Auf Websites kann man sich von einer Markenpr&auml;sentation beeindrucken lassen, komplexe Abl&auml;ufe wie Online-Banking erledigen oder umfangreiche Recherchen durchf&uuml;hren. Mobile Sites m&uuml;ssen den anderen Nutzungskontext ber&uuml;cksichtigen: Welche Filialen einer Buchhandlung sind in der N&auml;he, wie sind deren &Ouml;ffnungszeiten und haben sie das fragliche Buch vorr&auml;tig? Wie kann ich bei einer Autopanne auf einer Landstra&szlig;e von meiner Versicherung, meinem Hersteller oder dem Automobilclub Unterst&uuml;tzung erhalten? Hat meine Verabredung zu der ich gerade unterwegs bin zwischenzeitlich abgesagt? Wie kann ich als Au&szlig;endienstler vor Ort beim Kunden Preis und Verf&uuml;gbarkeit eines bestimmten Produkts erfahren? Dazu kommt, dass Nutzer unterwegs einer Anwendung oder Site nicht die gleiche Aufmerksamkeit schenken wie zu Hause oder im B&uuml;ro: Sie stehen gerade an einer roten Ampfel, laufen durch ein Flughafen-Terminal oder halten etwas in der anderen Hand. Daher m&uuml;ssen sich mobile Anwendungen und Sites auf das Wesentliche konzentrieren: Es gilt diesen Kern zu finden, um dann die bestm&ouml;gliche User Experience anzubieten.</p>

<p>Zus&auml;tzlich m&uuml;ssen Unterschiede zum Surfen an station&auml;ren Rechnern &ndash; die sich durch die mobilen Endger&auml;te selbst ergeben &ndash; bedacht werden: Zu Hause oder im B&uuml;ro stehen mehr Bandbreite, gr&ouml;&szlig;ere Displays, vollwertige Tastaturen und eine Maus zur Verf&uuml;gung. Dagegen ist selbst die Bedienung eines so fortschrittlichen Ger&auml;ts wie das iPhone 3G eine Qual: UMTS steht nur in Ballungsgebieten zur Verf&uuml;gung und erreicht auch dort noch keine volle DSL-Geschwindigkeit, das Display misst 3,5 Zoll, die Tastatur hat die Gr&ouml;&szlig;e eines M&auml;useklaviers und die Steuerung mit Gesten ist vollkommen anders als die Steuerung per Maus. Das Interface Design muss diese Einschr&auml;nkungen ber&uuml;cksichtigen.</p>


<h3>Interface Design f&uuml;r mobile Endger&auml;te</h3>
<p class="first">Die wichtigsten Regeln f&uuml;r Content und Interface Design bei mobiblen Ger&auml;ten sind: einfache Strukturen verwenden, die Anzahl der Page-Reloads reduzieren, Priorit&auml;ten setzen.</p>

<p>Nutzer sind bei der Bedienung ihres Ger&auml;ts wom&ouml;glich abgelenkt und die geringen Displaygr&ouml;&szlig;ern erlauben keine x-fach verschachtelten L-Navigationen. <em>Einfache Strukturen</em> unterst&uuml;tzen den Nutzer und werden dem kleinen Display gerecht: wenige Kategorien, eine geringe Verschachtelungstiefe und wenige Links pro Seite. Bew&auml;hrt hat sich zudem die Listen-Navigation des iPod, um in tiefere Strukturen zu navigieren: Bei der Auswahl aus einer Liste gelangt der Nutzer nach rechts tiefer in die Struktur, nach links geht es eine Ebene zur&uuml;ck. Dieses Schema verwendet Apple auch auf dem iPhone (zum Beispiel in den Einstellungsdialogen) und viele Drittanbieter haben sich f&uuml;r ihre Software ein Beispiel daran genommen.</p>

<p><div id="attachment_39" class="wp-caption alignnone" style="width: 210px"><a href="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/2009/02/iphone-einstellungen.jpg"><img src="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/2009/02/iphone-einstellungen.jpg" alt="Listen-Navigation des iPod, hier angewandt in den Einstellungsdialogen des iPhone: Nach rechts navigieren um tiefer in die Struktur zu gelangen (&raquo;Info, Benutzung, Netzwerk...&laquo;), nach links navigieren um eine Ebene zurückzugehen (&raquo;Einstellungen&laquo;)." title="iphone-einstellungen" width="200" height="300" class="size-full wp-image-39" /></a><p class="wp-caption-text">Listen-Navigation des iPod, hier angewandt in den Einstellungsdialogen des iPhone: Nach rechts navigieren um tiefer in die Struktur zu gelangen (&raquo;Info, Benutzung, Netzwerk...&laquo;), nach links navigieren um eine Ebene zurückzugehen (&raquo;Einstellungen&laquo;).</p></div>
</p>

<p>Seiten mehrfach neu zu laden dauert auf Mobiltelefonen l&auml;nger, als einmal eine gr&ouml;&szlig;ere Seite zu laden. F&uuml;r Textinhalte ist vertikales Scrollen daher das kleinere &Uuml;bel, verglichen mit dem Aufst&uuml;ckeln von Inhalten in mehrere Seiten. F&uuml;r Anwendungen sollte kein JavaScript eingesetzt werden, sofern man eine breite Palette von Endger&auml;ten bedienen m&ouml;chte: Die Script-Unterst&uuml;tzung der meisten Mobiltelefone ist sehr schlecht, so dass AJAX nicht in Frage kommt &ndash; bei Anwendungen wird man daher kaum um <em>Page-Reloads</em> herumkommen.</p>

<p>Sowohl beim Aufbau der Seitentypen als auch bei Screens innerhalb von Anwendungen ist es wichtig, <em>Priorit&auml;ten zu setzen</em>. W&auml;hrend bei Websites mehrspaltige Layouts Standard sind, gibt es bei mobilen Sites nur eine Spalte &ndash; wodurch eine Seite zu einem langen Schlauch wird. Ein Beispiel f&uuml;r die Contentseite eines Nachrichtenangebots: Header, Navigation mit den im Nutzungskontext wichtigsten Links (zur&uuml;ck zur &uuml;bergeordneten Seite, weiterleiten&#8230;), der eigentliche Content &ndash; gegebenenfalls unterbrochen durch Teaser &ndash;, weitere Navigation (verwandte Artikel, andere Rubriken&#8230;), Footer. Bei Anwendungen gilt eine einfache Maxime: eine Aktion pro Screen. Der Nutzer muss nicht alles auf einem Screen erledigen k&ouml;nnen. Ein gutes Beispiel ist die iPhone-Anwendung <a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewSoftware?id=287129922&#038;mt=8">Pennies</a>, das bei der F&uuml;hrung eines Haushaltsbuchs unterst&uuml;tzt: entweder werden Ausgaben angezeigt oder man kann eine neue Ausgabe erfassen &ndash; nicht beides zugleich.</p>


<h3>Endger&auml;te-Vielfalt meistern</h3>
<p class="first">Es gibt hunderte von unterschiedlichen Mobiltelefonen, die vele verschiedene Display-Aufl&ouml;sungen bieten und mit mehr oder weniger leistungsf&auml;higen Browsern ausgestattet sind. Mobiltelefone lassen sich jedoch grob kategorisieren, so dass nicht vielfach unterschiedlicher Code programmiert werden muss: am unteren Ende der Skala stehen &raquo;Feature Phones&laquo; wie die Series-40-Ger&auml;te von Nokia: Sie haben ein kleines Display mit geringer Farbtiefe oder ein monochromes Display im edlen Bernstein-Look, eine numerische Tastatur mit Mehrfachbelegung von Tasten und zur Steuerung einen 5-Wege-Button. &raquo;Smart Phones&laquo; wie die Series-60-, SymbianOS- und Windows-Mobile-Ger&auml;te haben ein gr&ouml;&szlig;eres Display, eine kleine QWERTZ-Tastatur und eventuell Bedienung per Stylus. &raquo;Touch Phones&laquo; wie das iPhone oder der kommende Palm Pre haben ein hochaufl&ouml;sendes Display, Bedienung per Gesten und einen leistungsf&auml;higen Browser.</p>

<p>F&uuml;r das Webdesign spielt die vertikale Display-Aufl&ouml;sung nur eine untergeordnete Rolle (siehe oben: vertikales Scrollen ist in Ordnung). So m&uuml;ssen lediglich drei Display-Breiten unterst&uuml;tzt werden. Durch die Trennung von Struktur und Layout mit XHTML und CSS ist zudem eine flexible Anpassung des Inhalts an die zur Verf&uuml;gung stehende Breite m&ouml;glich.</p>


<h3>Ein paar Worte zur Entwicklung</h3>
<p class="first">Durch die Browser-Vielfalt bei Mobiltelefonen ist es wichtig, auf Webstandards zu setzen: XHTML und CSS bzw. die mobilen Pendants mit geringerem Funktionsumfang, XHTML-MP und Wireless CSS. Im Code selbst sollte der DOCTYPE deklariert, Telefonnummern verlinkt (<code>&lt;a href="tel:+4930555123"&gt;+49 30 555-123&lt;/a&gt;</code>), und Bilder mit den Attributen <code>width</code>, <code>height</code> und <code>alt</code> ausgezeichnet werden. Bei der Konzeption muss ber&uuml;cksichtigt werden dass Tabellen tabu sind, und Formulare sehr kurz gehalten werden m&uuml;ssen. Accesskeys sind ein gutes Mittel, um Shortcuts anzubieten.</p>

<p>Bei URLs f&uuml;r mobile Sites hat sich noch kein Standard durchgesetzt &ndash; daher ist es ratsam, die mobile Site unter s&auml;mtlichen der folgenden URLs anzubieten:</p>
<ul>
<li>die drei Subdomains <em>m.domain.TLD</em>, <em>mobile.domain.TLD</em> und <em>mobil.domain.TLD</em></li>
<li>die Pfade <em>domain.TLD/mobil</em> und <em>domain.TLD/mobile</em></li>
<li>die Top-Level-Domain <em>.mobi</em></li>
</ul>

<p>Bei einer automatischen Weiterleitung eines Mobilbrowsers auf die Mobilversion einer Site sollte immer auch ein Link auf die normale Website angeboten werden und umgekehrt &ndash; wom&ouml;glich ist die Weiterleitung fehlerhaft, und manche Surfer ben&ouml;tigen trotz Mobiltelefon den vollen Inhalts- und Funktionsumfang der normalen Website. Umgekehrt kann auf der normalen Website mit dem Hinweis auf die Mobilversion Werbung f&uuml;r dieselbe betrieben werden.</p>


<h3>Beispiele</h3>
<p class="first">Die Mobilversion des Spiegel auf <a href="http://m.spiegel.de">m.spiegel.de</a> ist ein sehr gutes Beispiel f&uuml;r eine mobile Site. Zu den besseren mobilen Anwendungen geh&ouml;rt die Facebook-Applikation f&uuml;r das iPhone.</p>


<h3>Lekt&uuml;re</h3>
<p class="first">Wer sich eingehender mit dem Thema befassen m&ouml;chte, sollte sich folgende Artikel zu Gem&uuml;te f&uuml;hren:</p>

<ul>
<li><a href="http://mobiforge.com/starting/story/dotmobi-mobile-web-developers-guide">dotMobi Mobile Web Developers Guide</a></li>
<li><a href="http://mobiforge.com/designing/story/mobile-app-design-getting-point-part-i">dotMobi Mobile App Design &ndash; Getting to the point</a> (<a href="http://mobiforge.com/designing/story/mobile-app-design-getting-point-part-ii">Teil 2</a>)</li>
<li><a href="http://mobiforge.com/designing/story/effective-design-multiple-screen-sizes">Effective Design for Multiple Screen Sizes</a></li>
<li><a href="http://mobithinking.com/sites/mobithinking.com/files/dotMobi_Mobile_Usability_Best_Practice.pdf">dotMobi Designing Usable Pocket Rockets</a></li>
<li><a href="http://developer.apple.com/iPhone/library/documentation/UserExperience/Conceptual/MobileHIG/Introduction/Introduction.html">iPhone Human Interface Guidelines</a> (<a href="http://developer.apple.com/iPhone/library/documentation/UserExperience/Conceptual/MobileHIG/MobileHIG.pdf">PDF</a>)</li>
<li><a href="http://patterns.design4mobile.com/index.php/Main_Page">Patterns in Mobile Design</a></li>
<li><a href="http://deviceatlas.com/">Device Atlas von dotMobi</a>
<li><a href="http://www.useit.com/alertbox/mobile-usability.html">Jakob Nielsen: Mobile Web 2009 = Desktop Web 1998</a></li>
</ul>
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