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	<title>freimark.de &#187; Kommunikationskanal</title>
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	<description>Konzeption und User Experience Design</description>
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		<title>Twitter</title>
		<link>http://www.freimark.de/2009/06/twitter/</link>
		<comments>http://www.freimark.de/2009/06/twitter/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 15:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationskanal]]></category>
		<category><![CDATA[context]]></category>
		<category><![CDATA[one-to-many]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Microblogging-Dienst Twitter hat den Mainstream erreicht. Nach den Early Adopters versuchen zunehmend auch Unternehmen, den Dienst f&#252;r sich zu nutzen: Manche wiederholen Fehler der Vergangenheit &#8211; andere machen vieles richtig.





The one thing you can say for certain about Twitter is that it makes a terrible first impression. You hear about this new service that [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="abstract">Der Microblogging-Dienst Twitter hat den Mainstream erreicht. Nach den Early Adopters versuchen zunehmend auch Unternehmen, den Dienst f&uuml;r sich zu nutzen: Manche wiederholen Fehler der Vergangenheit &ndash; andere machen vieles richtig.</p>

<span id="more-143"></span>


<blockquote><div>
The one thing you can say for certain about Twitter is that it makes a terrible first impression. You hear about this new service that lets you send 140-character updates to your <em>followers</em>, and you think, Why does the world need this, exactly? It&#8217;s not as if we were all sitting around four years ago scratching our heads and saying, &raquo;If only there were a technology that would allow me to send a message to my 50 friends, alerting them in real time about my choice of breakfast cereal.&laquo;
</div></blockquote>

<p>So beginnt die <a href="http://www.time.com/time/business/article/0,8599,1902604,00.html">Titelstory des TIME-Magzine</a> von dieser Woche <sup id="top1"><a href="#foot1">1</a></sup> &ndash; und wenn ich Freunden von Twitter erz&auml;hle, ernte ich oft ungl&auml;ubige Blicke: &raquo;Warum sollte mich interessieren, wenn bei jemandem ein Sack Reis umf&auml;llt? Warum sollte ich schreiben, dass mir ein Sack Reis umgefallen ist?&laquo; Der zitierte TIME-Artikel und ein etwas <a href="http://www.nytimes.com/2008/09/07/magazine/07awareness-t.html?_r=2&amp;pagewanted=all">&auml;lterer Artikel der New York Times</a> fassen es treffend zusammen: Ambient Awareness.</p>

<h3>Ambient Awareness</h3>
<p class="first">Ich folge Freunden und Kollegen auf Twitter: Ich bekomme mit wenn sie sich verlieben, &Uuml;berstunden machen, Bauchschmerzen haben, sich &uuml;ber das schmutzige Geschirr in der B&uuml;rok&uuml;che &auml;rgern, sich auf das Wochenende freuen oder wenn der Fiat 500 den Geist aufgibt. Es ist nicht irgendein Sack Reis der umf&auml;llt, es ist <em>Dein</em> Sack Reis. Die kleinen Dinge die man auch voneinander mitbek&auml;me, w&uuml;rde man sich im B&uuml;ro gegen&uuml;ber sitzen &ndash; nur das Twitter &uuml;ber die Distanz funktioniert.</p>

<p>Alle paar Stunden rufe ich die Website von Twitter auf und &uuml;berfliege die Statusnachrichten (Tweets). Ein einzelner Tweet aus 140 Zeichen erz&auml;hlt nicht viel, aber &uuml;ber die Zeit entsteht ein Roman. Und oft ergeben sich kleine Gespr&auml;che:</p>

<p align="center">
<img src="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/twitter_unterhaltung.gif" alt="Unterhaltung auf Twitter" width="523" height="205" class="aligncenter size-full wp-image-144" />
</p>

<p>H&auml;ufig liest man einen Tweet und beim n&auml;chsten pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch oder in einem Telefonat nimmt man die Unterhaltung bei dem Punkt wieder auf, bei dem sie in Twitter aufgeh&ouml;rt hat.</p>

<h3>Informationsaustausch</h3>
<p class="first">Twitter wird auf verschiedene Weisen genutzt &ndash; so wie ein Blog ein pers&ouml;nliches Tagebuch sein kann, w&auml;hrend ein anderes Blog einen fachlichen Bezug hat. Manche verwenden Twitter auch, um Links zu posten: Artikel die sie selbst lesenswert finden oder von denen sie denken, dass sie f&uuml;r ihre Follower interessant sein k&ouml;nnten. Ich folge einigen Kollegen die h&auml;ufig solche Links posten, und manches Mal waren gute Sachen dabei: Studien, ein Artikel zu genau der Sache &uuml;ber die ich schon seit Tagen gr&uuml;ble, Kunst im Netz.</p>

<p>Twitter eignet sich auch, um eine Frage in den Raum zu werfen: 5 Minuten sp&auml;ter hat man 3 Antworten an der Hand. Ist ein halb eingerissener Geldschein noch was wert? Welches sind die beliebtesten Handys mit Flash-Unterst&uuml;tzung?</p>

<p align="center">
<img src="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/twitter_fragen.gif" alt="Fragen und Antworten auf Twitter" width="523" height="231" class="aligncenter size-full wp-image-145" />
</p>

<p>Auf Konferenzen l&auml;uft inzwischen ein Teil der Unterhaltung &uuml;ber Twitter ab. Die Teilnehmer einigen sich auf ein K&uuml;rzel (Hashtag), so dass Tweets zu dem Thema leicht als solche zu erkennen &ndash; und per Suchfunktion aufzufinden &ndash; sind: Wo die interessantesten Vortr&auml;ge laufen, wo etwas liegen geblieben ist, wo noch Unterst&uuml;tzung gebraucht wird, wo man sich abends trifft.</p>

<h3>Ausdrucksform</h3>
<p class="first">Die 140 Zeichen zwingen dazu, sich kurz zu fassen: Manche Tweets machen in ihrer K&uuml;rze den japanischen Haikus Konkurrenz, und selbst in 3 Worten und einem Hashtag l&auml;sst sich noch ein Gag transportieren:</p>

<p align="center">
<img src="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/twitter_3wordsaftersex.gif" alt="3 words after sex" width="523" height="138" class="aligncenter size-full wp-image-146" />
</p>

<h3>Twitter und Unternehmen</h3>
<p class="first">Unternehmen k&ouml;nnen Web-2.0-Mechanismen auf zwei Arten nutzen: zur Recherche und zum Mitmachen. Um zu erfahren was die &raquo;Bloggosphere&laquo; oder &raquo;Twittersphere&laquo; denkt, gen&uuml;gt eine Suche nach einem Marken- oder Produktnamen. Diese Guerilla-Marktforschung ist nat&uuml;rlich nicht repr&auml;sentativ, aber sie gibt einen ersten Eindruck, zeigt Trends auf und liefert vor allem <em>schnelle</em> Meinungsbilder zu aktuellen Entwicklungen.</p>

<p>Wie k&ouml;nnen Unternehmen nicht nur lesen, sondern auch mitmachen? Indem sie in den Dialog mit ihren Kunden eintreten. Lufthansa ist seit kurzem bei Twitter &ndash; hier die Eintr&auml;ge von drei Tagen:</p>

<p align="center">
<img src="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/twitter_lufthansa.gif" alt="Tweets der Lufthansa vom 3. bis 5. Juni 2009" width="525" height="559" class="aligncenter size-full wp-image-147" />
</p>

<p>&raquo;Nicht suchen, buchen. Top-Aktion nur bis Di. Ab 99 &euro; hinfliegen. USA ab 349 &euro;.&laquo; &ndash; mit einem Wort: Werbung. Die Lufthansa wird damit viele Follower bekommen, aber ich wage die Voraussage, dass der Anteil der Schn&auml;ppchenj&auml;ger in der Gefolgschaft gro&szlig; sein wird. Eine langfristige Kundenbindung l&auml;sst sich so nicht etablieren.</p>

<p>Schlimmer noch: Lufthansa ignoriert die Besonderheiten des Kommunikationskanals. Twitter eignet sich hervorragend, um mit anderen ins Gespr&auml;ch zu kommen. Ein Monolog statt eines Dialogs k&ouml;nnte dem Image bei den Twitter-Nutzern wom&ouml;glich eher schaden als nutzen.</p>

<h3>Das Medium verstehen</h3>
<p class="first">Dass es anders geht, zeigt die Fluglinie JetBlue:</p>

<p align="center">

<img src="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/twitter_jetblue.gif" alt="Tweets von JetBlue vom 4. bis 6. Juni 2009" width="525" height="934" class="aligncenter size-full wp-image-148" /></p>

<p>&raquo;Please call us for your options; there&#8217;s an earlier flight. Weather in the NE may cause delays or cancellations. @chrisnooney your knees are important to us; we&#8217;ve got no plans on cutting legroom.&laquo; JetBlue tritt mit Flugg&auml;sten und Interessenten in einen Dialog ein. Dies wird bereits in den Kurzbeschreibungen der beiden Fluglinien deutlich:</p>

<p align="center">
<img src="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/twitter_bio.gif" alt="Twitter-Kurzbeschreibungen von Lufthansa und JetBlue" width="400" height="120" class="aligncenter size-full wp-image-149" />
</p>

<p>W&auml;hrend die Lufthansa unnahbar klingt (&raquo;Der offizielle Lufthansa Deutschland Twitter-Kanal&laquo;), klingt JetBlue einladend: &raquo;Have a question? Follow us and let us help!&laquo; Ab und zu flie&szlig;en auch kleine Tipps ein und geben der Unterhaltung in bester <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cluetrain">Cluetrain-Manier</a> einen privaten Ton:</p>

<blockquote><div>
<p>@rashidanyc Hope you got a chance to snag one of the Moroso lounge seats by gate 15 at T5. I love watching the planes there ^MJ</p>
<p>@JustinRZB showing up early at the airport means you can relax before your flight, showing up late means you can relax until the next one :/</p>
</div></blockquote>

<p>Wenn sich Unternehmen in Medien engagieren, sollten sie sich sehr genau ansehen, wie das Medium funktioniert. Als 1996 die ersten Websites aufkamen, wurden einfach nur die Texte und Bilder der vorhandenen Fyler online gestellt. 2007 galt bei Second Life das olympische Motto &raquo;Dabei sein ist alles&laquo;, und ein Jahr sp&auml;ter verschwanden die sinnlosen Company Islands wieder so schnell wie sie aufgetaucht waren. Das bisherige Kommunikationsmodell <em>one-to-many</em> funktioniert nicht mehr &ndash; markets are conversations.</p>

<p><em>Mein Twitter-Handle ist <a href="http://twitter.com/freimark">freimark</a> &ndash; alles rund um Konzeption, UX und den Job. Mit einem zweiten (privaten) Account halte ich Freunde und Familie auf dem Laufenden.</em></p>

<hr />

<ol>
<li><a name="foot1">Das</a></sup> <a href="http://www.time.com/time/covers/0,16641,1101090615,00.html">Cover</a> ist auch bemerkenswert. <a href="#top1">&#8617;</a></li>
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Mobile</title>
		<link>http://www.freimark.de/2009/02/mobile/</link>
		<comments>http://www.freimark.de/2009/02/mobile/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 22:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanF</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationskanal]]></category>
		<category><![CDATA[mobile]]></category>

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		<description><![CDATA[Kampagnen, Informationsangebote, Anwendungen und Gesch&#228;ftsprozesse spielen nicht nur bei Websites eine Rolle, sondern auch unterwegs. Das iPhone ist ein Hit, aber es ist l&#228;ngst noch nicht so weit verbreitet, dass man andere mobile Plattformen oder &#228;ltere Ger&#228;te ignorieren k&#246;nnte &#8211; und dabei gibt es ein paar Punkte zu beachten.


Andere Nutzerbed&#252;rfnisse
Der wichtigste Unterschied zum Web ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="abstract">Kampagnen, Informationsangebote, Anwendungen und Gesch&auml;ftsprozesse spielen nicht nur bei Websites eine Rolle, sondern auch unterwegs. Das iPhone ist ein Hit, aber es ist l&auml;ngst noch nicht so weit verbreitet, dass man andere mobile Plattformen oder &auml;ltere Ger&auml;te ignorieren k&ouml;nnte &ndash; und dabei gibt es ein paar Punkte zu beachten.</p>

<span id="more-37"></span>
<h3>Andere Nutzerbed&uuml;rfnisse</h3>
<p class="first">Der wichtigste Unterschied zum Web ist, dass Nutzer unterwegs andere Informationen und Werkzeuge ben&ouml;tigen als zu Hause oder im B&uuml;ro. Auf Websites kann man sich von einer Markenpr&auml;sentation beeindrucken lassen, komplexe Abl&auml;ufe wie Online-Banking erledigen oder umfangreiche Recherchen durchf&uuml;hren. Mobile Sites m&uuml;ssen den anderen Nutzungskontext ber&uuml;cksichtigen: Welche Filialen einer Buchhandlung sind in der N&auml;he, wie sind deren &Ouml;ffnungszeiten und haben sie das fragliche Buch vorr&auml;tig? Wie kann ich bei einer Autopanne auf einer Landstra&szlig;e von meiner Versicherung, meinem Hersteller oder dem Automobilclub Unterst&uuml;tzung erhalten? Hat meine Verabredung zu der ich gerade unterwegs bin zwischenzeitlich abgesagt? Wie kann ich als Au&szlig;endienstler vor Ort beim Kunden Preis und Verf&uuml;gbarkeit eines bestimmten Produkts erfahren? Dazu kommt, dass Nutzer unterwegs einer Anwendung oder Site nicht die gleiche Aufmerksamkeit schenken wie zu Hause oder im B&uuml;ro: Sie stehen gerade an einer roten Ampfel, laufen durch ein Flughafen-Terminal oder halten etwas in der anderen Hand. Daher m&uuml;ssen sich mobile Anwendungen und Sites auf das Wesentliche konzentrieren: Es gilt diesen Kern zu finden, um dann die bestm&ouml;gliche User Experience anzubieten.</p>

<p>Zus&auml;tzlich m&uuml;ssen Unterschiede zum Surfen an station&auml;ren Rechnern &ndash; die sich durch die mobilen Endger&auml;te selbst ergeben &ndash; bedacht werden: Zu Hause oder im B&uuml;ro stehen mehr Bandbreite, gr&ouml;&szlig;ere Displays, vollwertige Tastaturen und eine Maus zur Verf&uuml;gung. Dagegen ist selbst die Bedienung eines so fortschrittlichen Ger&auml;ts wie das iPhone 3G eine Qual: UMTS steht nur in Ballungsgebieten zur Verf&uuml;gung und erreicht auch dort noch keine volle DSL-Geschwindigkeit, das Display misst 3,5 Zoll, die Tastatur hat die Gr&ouml;&szlig;e eines M&auml;useklaviers und die Steuerung mit Gesten ist vollkommen anders als die Steuerung per Maus. Das Interface Design muss diese Einschr&auml;nkungen ber&uuml;cksichtigen.</p>


<h3>Interface Design f&uuml;r mobile Endger&auml;te</h3>
<p class="first">Die wichtigsten Regeln f&uuml;r Content und Interface Design bei mobiblen Ger&auml;ten sind: einfache Strukturen verwenden, die Anzahl der Page-Reloads reduzieren, Priorit&auml;ten setzen.</p>

<p>Nutzer sind bei der Bedienung ihres Ger&auml;ts wom&ouml;glich abgelenkt und die geringen Displaygr&ouml;&szlig;ern erlauben keine x-fach verschachtelten L-Navigationen. <em>Einfache Strukturen</em> unterst&uuml;tzen den Nutzer und werden dem kleinen Display gerecht: wenige Kategorien, eine geringe Verschachtelungstiefe und wenige Links pro Seite. Bew&auml;hrt hat sich zudem die Listen-Navigation des iPod, um in tiefere Strukturen zu navigieren: Bei der Auswahl aus einer Liste gelangt der Nutzer nach rechts tiefer in die Struktur, nach links geht es eine Ebene zur&uuml;ck. Dieses Schema verwendet Apple auch auf dem iPhone (zum Beispiel in den Einstellungsdialogen) und viele Drittanbieter haben sich f&uuml;r ihre Software ein Beispiel daran genommen.</p>

<p><div id="attachment_39" class="wp-caption alignnone" style="width: 210px"><a href="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/2009/02/iphone-einstellungen.jpg"><img src="http://www.freimark.de/wp-content/uploads/2009/02/iphone-einstellungen.jpg" alt="Listen-Navigation des iPod, hier angewandt in den Einstellungsdialogen des iPhone: Nach rechts navigieren um tiefer in die Struktur zu gelangen (&raquo;Info, Benutzung, Netzwerk...&laquo;), nach links navigieren um eine Ebene zurückzugehen (&raquo;Einstellungen&laquo;)." title="iphone-einstellungen" width="200" height="300" class="size-full wp-image-39" /></a><p class="wp-caption-text">Listen-Navigation des iPod, hier angewandt in den Einstellungsdialogen des iPhone: Nach rechts navigieren um tiefer in die Struktur zu gelangen (&raquo;Info, Benutzung, Netzwerk...&laquo;), nach links navigieren um eine Ebene zurückzugehen (&raquo;Einstellungen&laquo;).</p></div>
</p>

<p>Seiten mehrfach neu zu laden dauert auf Mobiltelefonen l&auml;nger, als einmal eine gr&ouml;&szlig;ere Seite zu laden. F&uuml;r Textinhalte ist vertikales Scrollen daher das kleinere &Uuml;bel, verglichen mit dem Aufst&uuml;ckeln von Inhalten in mehrere Seiten. F&uuml;r Anwendungen sollte kein JavaScript eingesetzt werden, sofern man eine breite Palette von Endger&auml;ten bedienen m&ouml;chte: Die Script-Unterst&uuml;tzung der meisten Mobiltelefone ist sehr schlecht, so dass AJAX nicht in Frage kommt &ndash; bei Anwendungen wird man daher kaum um <em>Page-Reloads</em> herumkommen.</p>

<p>Sowohl beim Aufbau der Seitentypen als auch bei Screens innerhalb von Anwendungen ist es wichtig, <em>Priorit&auml;ten zu setzen</em>. W&auml;hrend bei Websites mehrspaltige Layouts Standard sind, gibt es bei mobilen Sites nur eine Spalte &ndash; wodurch eine Seite zu einem langen Schlauch wird. Ein Beispiel f&uuml;r die Contentseite eines Nachrichtenangebots: Header, Navigation mit den im Nutzungskontext wichtigsten Links (zur&uuml;ck zur &uuml;bergeordneten Seite, weiterleiten&#8230;), der eigentliche Content &ndash; gegebenenfalls unterbrochen durch Teaser &ndash;, weitere Navigation (verwandte Artikel, andere Rubriken&#8230;), Footer. Bei Anwendungen gilt eine einfache Maxime: eine Aktion pro Screen. Der Nutzer muss nicht alles auf einem Screen erledigen k&ouml;nnen. Ein gutes Beispiel ist die iPhone-Anwendung <a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewSoftware?id=287129922&#038;mt=8">Pennies</a>, das bei der F&uuml;hrung eines Haushaltsbuchs unterst&uuml;tzt: entweder werden Ausgaben angezeigt oder man kann eine neue Ausgabe erfassen &ndash; nicht beides zugleich.</p>


<h3>Endger&auml;te-Vielfalt meistern</h3>
<p class="first">Es gibt hunderte von unterschiedlichen Mobiltelefonen, die vele verschiedene Display-Aufl&ouml;sungen bieten und mit mehr oder weniger leistungsf&auml;higen Browsern ausgestattet sind. Mobiltelefone lassen sich jedoch grob kategorisieren, so dass nicht vielfach unterschiedlicher Code programmiert werden muss: am unteren Ende der Skala stehen &raquo;Feature Phones&laquo; wie die Series-40-Ger&auml;te von Nokia: Sie haben ein kleines Display mit geringer Farbtiefe oder ein monochromes Display im edlen Bernstein-Look, eine numerische Tastatur mit Mehrfachbelegung von Tasten und zur Steuerung einen 5-Wege-Button. &raquo;Smart Phones&laquo; wie die Series-60-, SymbianOS- und Windows-Mobile-Ger&auml;te haben ein gr&ouml;&szlig;eres Display, eine kleine QWERTZ-Tastatur und eventuell Bedienung per Stylus. &raquo;Touch Phones&laquo; wie das iPhone oder der kommende Palm Pre haben ein hochaufl&ouml;sendes Display, Bedienung per Gesten und einen leistungsf&auml;higen Browser.</p>

<p>F&uuml;r das Webdesign spielt die vertikale Display-Aufl&ouml;sung nur eine untergeordnete Rolle (siehe oben: vertikales Scrollen ist in Ordnung). So m&uuml;ssen lediglich drei Display-Breiten unterst&uuml;tzt werden. Durch die Trennung von Struktur und Layout mit XHTML und CSS ist zudem eine flexible Anpassung des Inhalts an die zur Verf&uuml;gung stehende Breite m&ouml;glich.</p>


<h3>Ein paar Worte zur Entwicklung</h3>
<p class="first">Durch die Browser-Vielfalt bei Mobiltelefonen ist es wichtig, auf Webstandards zu setzen: XHTML und CSS bzw. die mobilen Pendants mit geringerem Funktionsumfang, XHTML-MP und Wireless CSS. Im Code selbst sollte der DOCTYPE deklariert, Telefonnummern verlinkt (<code>&lt;a href="tel:+4930555123"&gt;+49 30 555-123&lt;/a&gt;</code>), und Bilder mit den Attributen <code>width</code>, <code>height</code> und <code>alt</code> ausgezeichnet werden. Bei der Konzeption muss ber&uuml;cksichtigt werden dass Tabellen tabu sind, und Formulare sehr kurz gehalten werden m&uuml;ssen. Accesskeys sind ein gutes Mittel, um Shortcuts anzubieten.</p>

<p>Bei URLs f&uuml;r mobile Sites hat sich noch kein Standard durchgesetzt &ndash; daher ist es ratsam, die mobile Site unter s&auml;mtlichen der folgenden URLs anzubieten:</p>
<ul>
<li>die drei Subdomains <em>m.domain.TLD</em>, <em>mobile.domain.TLD</em> und <em>mobil.domain.TLD</em></li>
<li>die Pfade <em>domain.TLD/mobil</em> und <em>domain.TLD/mobile</em></li>
<li>die Top-Level-Domain <em>.mobi</em></li>
</ul>

<p>Bei einer automatischen Weiterleitung eines Mobilbrowsers auf die Mobilversion einer Site sollte immer auch ein Link auf die normale Website angeboten werden und umgekehrt &ndash; wom&ouml;glich ist die Weiterleitung fehlerhaft, und manche Surfer ben&ouml;tigen trotz Mobiltelefon den vollen Inhalts- und Funktionsumfang der normalen Website. Umgekehrt kann auf der normalen Website mit dem Hinweis auf die Mobilversion Werbung f&uuml;r dieselbe betrieben werden.</p>


<h3>Beispiele</h3>
<p class="first">Die Mobilversion des Spiegel auf <a href="http://m.spiegel.de">m.spiegel.de</a> ist ein sehr gutes Beispiel f&uuml;r eine mobile Site. Zu den besseren mobilen Anwendungen geh&ouml;rt die Facebook-Applikation f&uuml;r das iPhone.</p>


<h3>Lekt&uuml;re</h3>
<p class="first">Wer sich eingehender mit dem Thema befassen m&ouml;chte, sollte sich folgende Artikel zu Gem&uuml;te f&uuml;hren:</p>

<ul>
<li><a href="http://mobiforge.com/starting/story/dotmobi-mobile-web-developers-guide">dotMobi Mobile Web Developers Guide</a></li>
<li><a href="http://mobiforge.com/designing/story/mobile-app-design-getting-point-part-i">dotMobi Mobile App Design &ndash; Getting to the point</a> (<a href="http://mobiforge.com/designing/story/mobile-app-design-getting-point-part-ii">Teil 2</a>)</li>
<li><a href="http://mobiforge.com/designing/story/effective-design-multiple-screen-sizes">Effective Design for Multiple Screen Sizes</a></li>
<li><a href="http://mobithinking.com/sites/mobithinking.com/files/dotMobi_Mobile_Usability_Best_Practice.pdf">dotMobi Designing Usable Pocket Rockets</a></li>
<li><a href="http://developer.apple.com/iPhone/library/documentation/UserExperience/Conceptual/MobileHIG/Introduction/Introduction.html">iPhone Human Interface Guidelines</a> (<a href="http://developer.apple.com/iPhone/library/documentation/UserExperience/Conceptual/MobileHIG/MobileHIG.pdf">PDF</a>)</li>
<li><a href="http://patterns.design4mobile.com/index.php/Main_Page">Patterns in Mobile Design</a></li>
<li><a href="http://deviceatlas.com/">Device Atlas von dotMobi</a>
<li><a href="http://www.useit.com/alertbox/mobile-usability.html">Jakob Nielsen: Mobile Web 2009 = Desktop Web 1998</a></li>
</ul>
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